Kein Platz für Idioten - Felix Mitterer
Inhaltsangabe:
In diesem Volksstück geht es um einen Jungen, namens Wastl, der mit seinen Eltern auf einem Bauernhof lebt. Dieser wird von seiner Mutter, der Möllinger Bäurin, nur schikaniert, gedemütigt, beleidigt und gequält , weil sie ihn für einen Nichtsnutz und eine Belastung hält, da er behindert ist. Eigentlich wünscht sie sich, dass sie ihn nie bekommen hätte und dafür einen anderen Sohn hätte, der viel mehr am Bauernhof helfen könnte oder wenigstens nicht noch zusätzlich Arbeit machen würde.
Der Plattl-Hans, ein alter Mann, der früher Tischler war und jetzt auf dem Möllinger Bauernhof mithilft, bekommt das was der arme Wastl jeden Tag durchmachen muss mit. Deshalb beschließt er, da er sowieso keine Kinder hat und alleine lebt, den Wastl zu „retten“ und ihn zu sich zu nehmen. Die Möllinger Bäurin ist natürlich froh den Jungen los zu werden und so zieht Wastl beim Hans ein.
Dieser ist viel lieber zu Wastl, als seine Mutter, macht viele Sachen mit ihm, schenkt ihm etwas zum Geburtstag und schafft es sogar ihm lesen bei zu bringen, obwohl alle immer gesagt haben Wastl sei zu dumm für alles.
Doch nun wird der Junge von vielen andren aus dem Dorf, in dem er lebte, beleidigt und diskriminiert.
Das merkt man am meisten in der Szene im Wirtshaus des Bürgermeisters. Wastl und sein Dati, der Plattl-Hans, gehen sehr gern in das Wirthaus. Doch dieses Mal ist alles anders, Wastl isst eigentlich nur ganz zufrieden seine Würsteln, als ein betrunkener Gast namens Adi beginnt ihn und den Plattl-Hans zu beschimpfen. Adi beleidigt Wastl nicht nur, er sagt sogar, dass so ein Krüpl, der so ekelhaft frisst, wie er, in einem Wirtshaus nichts verloren hätte, denn er würde alle Touristen verjagen. Mit dieser Aussage bringt Adi den Bürgermeister dazu, dem Plattl-Hans zu verbieten, dass er mit Wastl noch einmal in sein Gasthaus kommt.
Das Ganze Stück geht damit aus, dass Wastl ins Irrenhaus kommt, weil er ein Mädchen beim Baden sexuell belästigt hat. Dies hat er aber nur gemacht, weil ihm früher nie wer den Unterschied zwischen Mann und Frau erklärt hat. Deshalb war er einfach neugierig was das Mädchen da zwischen den Beinen hat.
Felix Mitterer will, glaube ich, mit diesem Stück zeigen, welche Probleme behinderte Menschen noch immer in unserer Gesellschaft haben oder hatten, und was für eine große Rolle Tourismus spielt, wenn man dafür sogar die Menschenrechte vergisst.
> Der Inhalt des Films ist ein bisschen anders, denn es wurden einige Szene und Personen dazu „erfunden“. <
Wichtigste Personen
Wastl (Bastl):
Ist ein geistig und körperlich behinderter Junge, der es mit seinen Eltern wirklich nicht leicht hatte, weil sie ihn nur schikaniert und gedemütigt haben. Dann hat ihn der Plattl-Hans zu sich genommen. Dort hatte er zwar ein leichteres und schönes Leben, aber dann bekam er Problem durch die Dorfbevölkerung und wurde von denen schikaniert. Schließlich kommt er doch noch ins Irrenhaus, wie es viele Leute schon lange wollten.
Möllinger Bäurin:
Mutter von Wastl. Im Buch ist sie die Jenige, die Wastl quält und sein Vater kommt gar nicht vor, aber im Film ist sie eigentlich nicht so gemein und zum Teil auch nur ein Opfer des bösen Vaters.
Möllinger Bauer:
Vater von Wastl. Wie schon gesagt, im Buch kommt er gar nicht vor und im Film ist er einfach die ganze Zeit nur böse zu seinem Sohn und behandelt ihn wie den letzten Dreck. Außerdem gibt er seiner Frau die Schuld daran, dass sein Sohn behindert ist. Er wird durch einen Unfall querschnittsgelähmt und erhängt sich am Schluss.
Der Alte od. Plattl-Hans:
Ist ein alter, bisschen grimmiger, aber eigentlich ziemlich netter Mann, der früher Tischler war und jetzt am Möllinger Bauernhof aushilft. Ihm tut der Wastl Leid, also nimmt er ihn zu sich, erzieht ihn und bringt ihm etwas bei. Im Film wird er am Schluss durch einen Unfall getötet.
Dann gibt es noch:
Den Wirt/Bürgermeister:
Eigentlich kein wirklich schlechter Kerl, er lässt sich nur von den andre in seinem Dorf viel zu sehr beeinflussen, vor allem von den Leuten die gegen Wastl sind.
Adi:
Betrunkener Gast, der etwas gegen Wastl hat, ihn die ganze Zeit beschimpft und schließlich den Bürgermeister, so zu sagen, dazu bringt ihm den Zutritt zum Wirtshaus zu verbieten.
Liebes Tagebuch,
ich habe zwar gewusst, dass die Menschen in unserem Dorf nicht immer die nettesten und loyalsten sind, aber ich hätte nie gedacht, dass sie sich jemals so verhalten würden, wie sie es heute Wastl und mir gegenüber getan haben.
Wastl und ich waren heut wieder mal im Wirtshaus vom Bürgermeister und wollten eigentlich nur wie immer eine Kleinigkeit essen. Der blöde Adi hat natürlich wie jedes Mal die ganze Zeit nur gestänkert und den Jungen beschimpft, aber das ist ja sowieso schon Alltag. Doch dann hat er auf einmal gemeint, dass sich die Touristen von so einem wie dem Wastl gestört fühlen und, dass man ihm verbieten sollte ins Wirtshaus zu gehen. Ich hab am Anfang natürlich geglaubt, dass doch niemand so dumm sein wird und Adi zustimmen wird. Doch das haben sogar einige getan. Schockierend, oder nicht.Doch das Schlimmste ist ja, dass der Bürgermeister ihm auch zugestimmt hat und jetzt darf Wastl nicht mehr ins Wirtshaus, weil er ja natürlich die Touristen stören und vertreiben könnte.
So viel Mist wie heute hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört, dieses ganze Dorf besteht doch nur aus ignoranten Leuten, die jeden diskriminieren, der anders ist als sie. Und Wastl ist doch eigentlich so ein lieber Junge und mittlerweile kann er schon richtig viele Sachen selbstständig.
Na gut das war`s. Bis bald.